Grüße aus Karelien

Am 03.09.2015 brachen die Schüler der 10. Klasse gemeinsam mit Frau Ulbrich und Frau Engelbrecht zu ihrer Reise nach Russland auf.

Bereits zum 5. Mal findet nun der Schüleraustausch mit dem Gymnasium Nr. 30 in Petrosawodsk, der Hauptstadt Kareliens, statt.
Die Reise von Halle nach Petrosawodsk führte uns von Leipzig über Frankfurt / Main zuerst nach Sankt Petersburg. Aufgeregt, aber auch ganz schön müde stiegen wir gegen 13:00 Uhr Ortszeit aus dem Flieger. In der Ankunftshalle des Flughafens wurden wir von unserer Reiseleiterin Natalia empfangen, die uns auch in den folgenden 2 Tagen begleitete. Auf der Fahrt zum Hotel bekamen wir schon einmal die ersten Eindrücke dieser großen, schönen und auch sehr lebhaften Stadt. Den ersten Nachmittag und Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang, bevor wir uns nach einem ausgiebigen Abendessen bald in die Betten fallen ließen. Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Frühstück zu einer Stadtrundfahrt, bei der wir die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten weiter kennen lernen konnten. An besonders schönen Orten stiegen wir aus und sahen uns Kirchen, Plätze und Denkmäler an. Einige von uns nutzten die Gelegenheit, auch die Erlöserkirche (Blutskirche) von innen anzusehen. Das Besondere hier sind u.a. die Wandmalereien, die aus tausenden kleinen Mosaiksteinchen gestaltet wurden. Sie erstrecken sich über eine Fläche von 7000 m2 und sind Kunstwerke russischer Künstler. Es ist eine der größten Mosaiksammlungen Europas.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Ermitage. Natalia führte uns durch prachtvolle Räume, in denen wir u.a. Gemälde bekannter Künstler (z.B. Vincent van Gogh oder Leonardo Da Vinci) sowie zahlreiche Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien betrachteten. Um alle Ausstellungsstücke (fast 3 Millionen) nur einmalkurz ansehen zu können, bräuchte man, wenn man täglich durchgehen würde, 70 Jahre(!), sagte uns Natalia. Diese Zeit hatten wir natürlich nicht. Und so bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich noch einmal dorthin begeben möchte, um noch mehr von dieser wundervollen Ausstellung zu sehen. Danach gönnten wir uns eine Pause, in der wir uns etwas zum Mittagessen suchten. Die meisten gingen mit den Lehrerinnen russische Blini essen. Diese gibt es z.B. in Schnellrestaurants, die “Teremok” heißen. 
Mit der Metro fuhren wir dann zur Peter- und Paul- Festung und weiter wieder in Richtung Hotel. Dass eine Fahrt mit der Metro auch spannend sein kann, merkten wir, als es einige von uns an einer Station nicht schafften, gemeinsam mit der Gruppe auszusteigen……..
Mitten in der Nacht trafen sich ein paar Schüler und die Lehrerinnen, um zwischen 2 und 3 Uhr die Öffnung der Sankt Petersburger Brücken zu beobachten. Diese werden jede Nacht geöffnet und bleiben bis 5 Uhr offen, um große Schiffe durchzulassen.
Am Samstag besuchten wir Peterhof und sahen uns den großen Garten mit seinen vielen Springbrunnenan. Um 11 Uhr startete die Große Kaskade unter der Musik der Sankt Petersburger Hymne. Das Gold der vielen Figuren glänzte dabei in der Sonne, die uns bis zum Nachmittag begleitete.
Mit dem Expresszug verließen wir Sankt Petersburg und kamen Samstagnacht gegen 23:00 Uhr in Petrosawodsk an, wo wir schon sehnlichst von den Gastfamilien erwartet wurden. 
Den ersten Tag in den Familien verbrachten alle auf sehr verschiedeWeise: manche gingen spazieren oder wandern. Andere fuhren zu weiter entfernten Ausflugszielen oder zu Verwandten auf die Datschas. Die Verständigung funktioniert bei allen unterschiedlich. Aber irgendwie bekommen wir das alle hin. Und wir können ja auch ab und zu die Lehrer fragen, wenn wir gar nicht weiterkommen.
Der Montag brachte uns die erste Begegnung mit der Partnerschule. Wir wurden durch das Gebäude geführt.Für uns war neu, dass alle Kinder ihre Jacken in einer Garderobe im Foyer abgeben müssen. Wir konnten uns auch schon künstlerisch in Karelische Traditionen vertiefen. Am Nachmittag hatten wir einen Kennenlern-Abend mit den Gastschülern, bei dem sie uns ein Programm vorführten und wir gemeinsam Karelische Tänze ausprobierten.
Es warten noch viele interessante Tage auf uns und wir sind gespannt, was wir noch so alles erleben werden.

Viele Grüße aus Russland senden die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse sowie Frau Engelbrecht und Frau Ulbrich!

Досвидания!

С СЕРДЕЧНЫМ ПРИВЕТОМ ИЗ ПЕТРОЗАВОДСКА

Mit herzlichen Grüßen aus Petrosawodsk!

Die Koffer waren gepackt, die Eltern verabschiedet, es konnte also losgehen. 

Nach einer Bahnfahrt und einem Flug von einigen Stunden kamen wir am Donnerstagnachmittag (04.09.2014) in St. Petersburg an. Unser Hotel war sehr schön und wir besuchten viele Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die Erlöserkathedrale, den Winterpalast, die Friedenssäule und den Peterhof. Viel Schönes sahen wir auch bei einer Bootsfahrt durch die Petersburger Kanäle. Auch eine Fahrt mit der Metro durfte natürlich nicht fehlen. Nach 2 ½ kurzen Tagen ging es weiter nach Petrosawodsk.

Alle waren sehr aufgeregt und gespannt auf die Gastfamilien. Wir fuhren etwa 5 Stunden mit dem Zug. Bereits vor der Endhaltestelle „Petrosawodsk“ verabschiedeten wir uns voneinander. Kaum waren wir aus dem Zug ausgestiegen, ging es schon weiter in unser neues Zuhause auf Zeit. 

Alle Gastfamilien sind sehr freundlich und herzlich. Die Verständigung klappt auch ganz gut, obwohl die Sprachkenntnisse sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. 

Am Sonntag unternahmen wir in kleineren Gruppen verschiedene Dinge, wobei wir die Stadt und unsere Gastgeber schon etwas näher kennenlernen konnten. 

Am Montag begann unser erster Schultag im russischen Gymnasium Nr. 30. Wir wurden mit einem sehr kreativen Programm empfangen. Die Schüler und Lehrer sind sehr freundlich und bieten uns interessante Workshops an. Zum Beispiel traditionelle karelische Tänze, Yoga und das künstlerische Gestalten von Birkenrinde. 

Es gibt zwar markante Unterschiede zu unserer Schule, aber wir fühlen uns hier sehr wohl. Wir besuchen in kleinen Gruppen den Unterricht der zweiten bis elften Klassen. Nach der Schule unternehmen wir bei derzeit traumhaft schönem Wetter viel mit unseren Gastgeschwistern, wie z.B. Spaziergänge, Bowlen, Kino, Shoppen und Besuche bei den Großeltern. Auch in den nächsten Tagen ist für uns viel Schönes geplant. Am Freitag geht es auf die sehr bekannte Insel Kishi (inklusive Übernachtung) - und auch die verbleibenden Tage werden bestimmt sehr schön werden.

Liebe Grüße sendet euch die 10. Klasse

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